Bernhard Eder

Wie der Titel verrät, wagt der in Wien lebende Musiker Bernhard Eder mit seinem siebten Album „Reset“ (VÖ: 10.05.2019, monkey.) eine Neuerfindung, die ihm KritikerInnen zufolge mehr als gelungen ist. Andreas Gstettner-Brugger (FM4) etwa schwärmt, das Album sei ein „mutiges Experiment, das voll aufgeht“, und Max Gösche (Rolling Stone) nennt die darauf enthaltenen Songs „wunderbare elektronische Oden“.
„Reset“ markiert insofern einen Neustart in Eders Karriere, als es seinen Wandel von jenem Singer/Songwriter, den der Falter als „Spezialisten für gefühlvoll-ruhiges, zumeist reduziert angelegtes Musikgut“ zu bezeichnen pflegte, zum Multiinstrumentalisten mit Experimentierfreude dokumentiert. Die acht Songs des Albums sind nicht, wie Eders Alben zuvor, auf der Gitarre, sondern auf alten Heimorgeln, einem Pocket Piano oder basierend auf Samples entstanden.
Ob „Reset“ tatsächlich einen Wendepunkt in seiner musikalischer Laufbahn darstellt oder nur ein kurzer Ausflug in andere, in diesem Fall elektronische, Gefilde ist, lässt Eder offen. Es gibt uns jedenfalls „die Chance, einen Künstler neu zu entdecken“, so der Musikjournalist und Verleger Walter Gröbchen, und lässt uns gespannt sein, wohin die Reise dieses unvergleichbaren Musikers und Sängers noch gehen wird.

Foto: Nadine Schachinger

Kommende Termine

09.10.2020 – Die Moserei, Scharnstein
12.11.2020 – Haus der Musik, Wien